Schulkonzept

Das Schulkonzept des PGE verfolgt ein interdisziplinäres (medizinisches, psychologisches und pädagogisches) Konzept mit multimodaler Vorgehensweise.

Organigramm

Zu unserem Online-Infotag 2021 ist ein Vortrag über unser Schulkonzept entstanden:

Für interessierte Kinder: Zwei Unterstufenschüler führen durch unser Schulhaus

Das Schulkonzept

Das Konzept umfasst nach einer sorgfältigen Diagnostik Aufklärung, Beratung, Elterntraining, Verhaltensmodifikation und im Bedarfsfall Psychopharmakotherapie unter ärztlicher Überwachung. Eine medikamentöse Therapie ist dabei immer in eine umfassende Beratung aller Beteiligten eingebettet.

Ganztagesschule

Der durch AD(H)S bedingte hohe Betreuungs- und Beschulungsaufwand kann in der hier beschriebenen Form nur als Ganztagesschule umgesetzt werden.

Das pädagogische Konzept des Privaten Gymnasiums Esslingen setzt auf mehreren Ebenen an und erarbeitet mit Eltern und Kindern, aber auch mit Erzieher:innen und Lehrer:innen Wege zur Lösung konkreter problematischer Situationen. Als Grundlage der Arbeit dienen bewährte Methoden aus der Verhaltenstherapie sowie der systemischen Therapie.

Bedingung für die Aufnahme von Schüler:innen mit AD(H)S an das Private Gymnasium Esslingen ist eine zeitnahe, durch eigens dafür geschulte Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Ärzt:innen durchgeführte AD(H)S-Diagnosestellung. Trotz dieser speziellen Ausrichtung nehmen wir auch Schüler:innen ohne AD(H)S-Diagnose auf.

Das pädagogische Konzept der Schule beinhaltet folgende wichtige Eckpunkte:

Jedes Kind erhält zu Beginn der Woche eine schriftliche Rückmeldung über sein Verhalten und seine Mitarbeit in der vorhergehenden Woche. Dadurch kann es sein Verhalten zeitnah reflektieren und die Eltern erhalten in regelmäßigen Abständen Informationen zum Schulalltag ihres Kindes.

Die Schüler:innen haben die Möglichkeit sich während des Unterrichts eine Auszeit zu nehmen, um danach wieder konzentriert am Unterricht teilzunehmen.

Im Silentium erledigen die Schüler:innen ihre Hausaufgaben. Dabei werden sie von Lehrkräften oder Mitarbeiter:innen des Psychologisch-Pädagogischen Teams unterstützt.

Für jede Klasse ist eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter des Psychologisch-Pädagogischen Teams zuständig. Er/sie betreut die Klasse, führt Gespräche mit den Schüler:innen und unterstützt die Lehrkräfte, die in der Klasse unterrichten.

Bei Bedarf erhalten Schüler:innen eine individuelle Förderung durch eine Fachlehrkraft oder eine Lerntherapeutin / einen Lerntherapeuten.

Es sind Rückzugsräume für störungsfreies und  selbständiges Lernen und für Einzelbetreuung vorhanden.

Um die Gemeinschaft der Schüler:innen klassenübergreifend zu stärken, findet ein gemeinsames Mittagessen statt.

Wöchentlich stattfindende Kooperationssitzungen zwischen Gesamtlehrerkonferenz und Psychologisch-Pädagogischem Team ermöglichen eine zeitnahe Evaluation des Unterrichtsgeschehens und ggf. Einzelfallbesprechungen von positiv wie negativ auffällig gewordenen Schüler:innen. Das Organigramm zeigt die eng verzahnte Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften einerseits und dem Psychologisch-Pädagogischen Team der Schule andererseits.

Die Klassen übernehmen mit verschiedenen Diensten Verantwortung für ihre Schule.

Die Schüler:innen können sich durch ihr Verhalten und ihre Mitarbeit in jeder Unterrichtsstunde Punkte verdienen und dadurch eine Belohnung erhalten.

Die FZA findet Montag bis Donnerstag nach dem Mittagessen statt. Die Schüler:innen wählen ihren Interessen entsprechend eine FZA (z.B. Tischtennis, Tischkicker, Fußball, Schach, Geschichte im Film, Lesen, Lego-Roboter bauen, etc.), die klassenübergreifend stattfindet.

Der wöchentlich stattfindende Klassenrat dient der Stärkung der Klassengemeinschaft. Unter Anleitung des Psychologisch-Pädagogischen Teams besprechen die Schüler:innen ihre Anliegen.

Ein geregelter und gleichbleibender Tagesablauf ist das Grundgerüst unserer Strukturen, das durch klare Regeln ergänzt wird.

Unsere Klassen bestehen aus maximal 15 Schüler:innen. Dadurch ist eine genaue Beobachtung und individuelle Förderung im Unterricht möglich.

In regelmäßigen Abständen finden Gespräche zwischen den Schüler:innen und den Mitarbeiter:innen des Psychologisch-Pädagogischen Teams statt. Neben dem Lern- und Arbeitsverhalten werden mit den Schüler:innen lernhemmende Situationen besprochen und Perspektiven erarbeitet.

Regelmäßige, über das übliche Maß hinaus stattfindende Informationsgespräche halten die Eltern über die schulische und psychologische Entwicklung ihres Kindes auf dem Laufenden.

Durch klare Strukturen und Ordnungssysteme erhalten unsere Schüler:innen Unterstützung bei der Organisation des Schulalltags.

Jedes Kind hat seine Stärken und kann damit andere beim Lernen unterstützen. Durch das Tutorensystem findet eine individuelle Förderung der Schüler:innen sowohl innerhalb der Klassen als auch klassenübergreifend statt.

Weitere Informationen zur Schule

Bildungsstandards

Im Hinblick auf die Unterrichtsinhalte werden die Bildungsstandards von Baden-Württemberg unter Berücksichtigung der Stundentafel für das achtjährige Gymnasium umgesetzt. Um den besonderen Erfordernissen der betroffenen Schüler:innen zu entsprechen, werden die Poolstunden nach einem speziell entwickelten Curriculum insbesondere in den unteren Klassenstufen zur Förderung eingesetzt.

Außerunterrichtliche Aktivitäten

In jeder Klassenstufe finden Projekte zu verschiedenen unterrichtsrelevanten Themen statt, die den Schüler:innen die Möglichkeit geben sollen, sich auf außergewöhnlichen Wegen neuen Themengebieten anzunähern. (z.B. Zeitungsprojekt, Projekttage zum Thema „kreativ schreiben“, Projekt Mittelalter, erlebnispädagogisches Projekt, Projekt zu Migration, Mobbing- und Gewaltprävention etc.)

In allen Fächern finden regelmäßig Exkursionen zur Vertiefung von Unterrichtsinhalten statt. (z.B. Wilhelmabesuche, Staatsgalerie, Theater, Bauernhof, NS-Gedenkstätten, mittelalterliche Stadtführung, Literaturarchiv Marbach, Besuch der Schulkinowochen, Bücherei, Besuch der Moschee, Burgen und Klöster, etc.)

In den höheren Jahrgangsstufen finden mehrtägige Klassenfahrten statt.

Digitales Klassenzimmer

In allen Klassenräumen sind Netzzugänge über WLAN vorhanden. Für den Einsatz im Unterricht sowie für Freiarbeitsphasen in der Oberstufe gibt es genügend Schülerlaptops.

Jede Lehrkraft verfügt über einen Dienstlaptop. Die Klassenzimmer sind mit Bildschirmen und Dokumentenkameras ausgestattet.
Für die Naturwissenschaften steht ein voll ausgestatteter Laborraum zur Verfügung.